Mehr Rock geht nicht!
Hauptseite > Heavy Metal

Bad Wolfes - Disobey
20.05.2018
Besetzung:

Vocals - Tommy Vext

Drums - John Boecklin

Gitarre - Doc Coyle

Gitarre - Chris Cain

Bass - Kyle Konkiel

CD Check:

Was erwarte ich, wenn ich ein Album in der Hand halte, welches übersetzt "Ungehorsam" getauft wurde?

Genau: Voll auf die Ohren!

Bad Wolves aus Los Angeles erinnern mit Ihrem Style ein wenig an Limp Bizkit, nur noch einen Gang höher. Also noch etwas Korn / Slipknot etc. dazu und man hat eine ungefähre Vorstellung, was einen erwartet.

Auf den Punkt gebracht, ein akustisches Feuerwerk, was sich in den Ohren eibrennen dürfte, bei denen, die auf diese Art von Metal stehen.


Die wohl bekanntesten Protagonisten bei den Bad Wolfes sind:

Ex-Devildriver Drummer John Boecklin und Ex-Divine Heresy Sänger Tommy Vext.

Dazu gesellen sich noch:

Doc Coyle (God Forbid), Chris Cain (Bury Your Dead) und Kyle Konkiel (Vicmic, In This Moment)

um das ganze abzurunden.


Kannte ich eigentlich nur einem Song von den Bad Wolfes, der vor wenigen Wochen als Clip veröffentlicht wurde, und auch noch ein Cover der Cranberries gewesen ist (den wohl jeder kennt), so konnte ich in einem Skype Interview mit Tommy Vext erfahren, dass die kürzlich verstorbene Sängerin von "The Cranberries" "Dolores O´Riordan" , die am 15. Januar 2018 verstorben ist, gemeinsam mit den Bad Wolfes den Song "Zombie" neu aufnehmen wollte, um für Gänsehaut Stimmung zu sorgen.

Neben dem Track hat die Band noch ganz andere Melodien im Angebot. Und diese treffen getreu dem Album Motto "Ungehorsam" genau in das Schwarze!

Titel mit dem Namen wie "Officer Down", "No Master", "Better The Devil", "Jesus Slaves" oder "Truth Or Dare" lassen erahnen, was inhaltlich auf euch zukommt.

Schon beim ersten anhören bekam ich die Anwandlung einfach nur mit zu bangen.
Ein gelungener Mix aus Growls und Clear Vocals mit richtig Öl im Feuer nimmt den Hörer direkt ein und mit auf eine fast 60 minütige Reise in Form eines Longplayers.

Die harten Drums, fette Riff Gewitter und enorm krasse Bassspuren bringen jeden Muskeln zum vibrieren. Aggressionen auf- oder abbauen... das kann der Hörer dieser CD selbst entscheiden.

Ein ordentlich abgemischtes Album wie dieses , verleiht der CD den Druck in den Ohren, der gefragt ist, und diese Kriterien wurden gekonnt umgesetzt.

Die Vocals feuern aus allen Rohren und mit so krasser Power... da kommt dann ein Song wie "Zombie" schon als sanfte Ballade daher. Genau damit spielen die Bad Wolves ihre Stärken aus und beweisen, wie viel Energie in der Band steckt.

Die Titel sind auf dem Album derart angeordnet, so dass ich als Hörer nicht nur auf die Ohren bekomme, sondern auch zwischen den schnellen Nummern ruhigere Tracks finde um mich wieder zu regenerieren, so das die Dynamik wieder angezogen werden kann und es direkt mit vollem Druck weitergeht.

Man stellt hier klar fest, dass sich die Bad Wolfes klar Gedanken über Übergänge gemacht hat. Es sollte nicht nur einfach ein ruhiger Track werden, worauf bei der darauffolgenden Nummer in gewohnter weiter geknüppelt wird, sondern sich dann erst wieder an das normale Klangbild rantasten. Mit "Hear Me Now" findet ihr auf dem Album einen weiteren sanften Song, der durchaus für Radiostationen interessant sein dürfte.

Er täuscht aber über die eigentliche Ausrichtung der Band hinweg. Wenn man dem im Radio hören würde, denkt man dann nicht direkt an die anderen Songs, die eben etwas dreckiger und aggressiver sind.

Im gesamten bewerte ich die CD mit 8/10 für meinen Geschmack.

Tracks und weitere Informationen:

Tracklist:

01 - Officer Down
02 - Learn To Live
03 - No Masters
04 - Zombie
05 - Run For Your Life
06 - Remember When
07 - Better The Devil
08 - Jesus Slaves
09 - Hear Me Now
10 - Truth Or Dare
11 - The Conversation
12 - Shape Shifter
13 - Toast To The Ghost



Dieser CD Check ist von Bad Wolfes - Disobey, Heavy Metal57
https://melodicradio.eu

Die URL von dieser CD ist:
https://melodicradio.eu/modules/cdsections/singlefile.php?lid=4
Drucken